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Die letzten 30 Tage

So schnell vergeht die Zeit!
Mit dem Blog habe ich es nicht so in letzter Zeit. Es liegt aber nicht daran, dass ich nichts erlebe! Manches (oder vieles?) kann ich nicht schreiben. Hier landet nur die Spitze des Eisberges. Ist ja auch der angenehmere Teil!
Also die Zusammenfassung seit dem 15. August:

  • Ich habe noch nie so einen regnerischen August in Camporosso erlebt: Nicht, dass es unangenehm war, im Gegenteil, aber trotzdem, es hat immerhin 4 Mal geregnet. Das ist sehr ungewöhnlich.

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  • Ich habe mich dann doch noch mit meinem Vater getroffen. Mein Bruder war auch dabei. Ich war overdressed mit Kleidchen und Perlenkette. Er war mit den Arbeitsklamotten und den Espadrilles vom Vortag erschienen. Soll ich noch etwas sagen?
    Er ist 78.
    Soll das eine Entschuldigung sein? Nein! Mir hat sein Rat, ich
    solle mich anständig verhalten, zum Schmunzeln gebracht, schon vor und erst recht nach dem Treffen! Ja, ja, das hat er gesagt! Werde ich auch so?

  

  • Meine Mutter hat seinen Urlaub in Torre Pellice gut verbracht und schön genossen. Es hat dann doch noch ein paar kulinarische Kostbarkeiten: Wurst, Tomaten und die ogbligatorischen Zucchini!

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  • Ich habe die Wohnung meines Bruders gesehen. Wirklich schön! Kurz davor sind wir Socca (aus Kichererbsenteig) in der Vielle Ville von Nizza essen gegangen. Pflichtgetränk: Rosé, gut gekühlt!

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Knoten und Kalorien

Nachdem es gestern den ganzen Tag richtig gegossen hat, ist der Himmel wieder blau, der Wind geht aber heftig. Das ist nervig. Ich mag keinen Wind.

So sah es in Vallecrosia am Strand aus:

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Eigentlich wollte ich, wie jeden Sonntag bis jetzt, einkaufen. Heute fand ich aber nur den Baumarkt offen. Lidl zu, MaxiSconto zu, Conad zu. Was bleibt einem übrig? Pasticcini, ja, man bekommt sie immer. Und gleich 10 Stück habe ich verputzt.

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Und jetzt ist ein leichtes Abendessen angesagt! Nur leicht, weil ich heute auch noch beim Nachbarn 10 Feigen geklaut habe.

Zum Essen sind wir in einem Restaurant nach Bordighera gefahren, das sehr gute Meinungen im Internet geerntet hat. Ich denke, man muss mal etwas Neues ausprobieren. Die Karte: ganz ligurisch! Die Preise: üblich! Es hat wirklich gut, hausgemacht geschmeckt, auch wenn ich weniger Butter-Öl-Soße bevorzugt hätte.

Hier noch ein paar Fotos:

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Spaghetti alle Vongole und Zucchiniblüten, Ravioli mit Steinpilzen, Steinbutt mit Zucchini
Danach war wieder Eis angesagt, als Nachtisch sozusagen:

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Vor 43 Jahren

Gestern Abend bin ich mit meinem Bruder eine Pizza essen gegangen.
In Dolceacqua, in einem Lokal, das früher “La Pesca Facilitata” (erleichtertes Fischen) geheißen hat und als eine bessere Fischerhütte an einem Teich ein Teil der Geschichte Dolceacquas schreiben würde.
Hier stand ein Holzofen, rechts davon eine Küche, in der sich sehr üppige Frauen emsig zu schaffen machten. Die Stehtoiletten waren Notbedarf. Es gab auch noch andere kleine einfache ligurische Gerichte zu Essen, wie Kaninchen, gefüllte Zucchiniblüten oder Paprika, Auberginen, oder Zwiebeln. Die Tische und die Bestuhlung waren so ähnlich wie in einem unserer Biergärten. Aber ganz aus Holz. Später waren sie festbetonniert. Das ist lange so geblieben. Am Boden Kies.
Außerhalb war außer der Toiletten mehrere Becken, in dem junge Forellen ihrem Schicksal entgegen wuchsen. Am großen Teich standen Angelnruten an dem Zaun für die Gäste bereit. Sie waren später mit einem Hacken an einem Brett auf ca. 1.50 m Höhe, damit sie nicht umfielen. Ein guter Freund der Familie, der immer wie ein Profi-Fischer aussah, hat um dem Hacken eine teigartige Masse rundgerieben. Kaum war der Hacken im Wasser, stürzten sich die Forellen drauf und wenn man schnell genug war, hingen sie am Hacken. Wenn nicht fielen sie zurück ins Wasser, verletzt. Daher hat immer der Fischer geachtet, dass jeder Fisch fest am Hacken hing. Es gab auch Tage, das streickten die Forellen und sie mussten angelockt werden.
Am Boden lagen hier und da Kastananienstöcke.  Wir Kinder durften sie dem “Henker” holen und überreichen. Sie waren glitschig, altes Blut klebte dran, sie rochen nach Fisch. Oft konnten wir unsere Motorik zum Besten geben: Ausholen, zielen und hauen. Wenn es nicht aufs Erste klappte, half der Fischer. Und wenn die Forelle sich nicht mehr rührte, lobten uns die Erwachsene. Bravaaaaa! Vor allem mein Vater und mein Opa! Oh ja, es war Sadismus! Die Forellen wurden mit einem Hieb auf dem Kopf endgültig bewegungslos gemacht. Erst zu diesem Punkt wurde man gefragt, ob sie gegrillt oder in Weißwein im Holzhofen zubereitet werden sollten. Dazu gab es Rosmarinkartoffeln.
Für uns Kinder war es immer aufregend. Wir sind oft hierhergekommen. Unsere Gäste haben das toll gefunden.

Heute ist es anders. Es gibt richtige Tische, richtige Toiletten im Innenbereich, richtige Bedienungen. Ob weiterhin üppige Mammas, die eigentlich Tanten waren, tolle Gerichte in der Küche zaubern? Um den Teich wurde betoniert, überdacht, bestuhlt. Im Wasser schwimmen riesengroße Forellen… Ich muss das nächste Mal fragen, ob sie genetisch verändert sind… denn Karpfen waren es keine, was ich gestern gesehen habe.

Vergleichen wir mal! Alles in schwarz/weiß, wie anno dazumal!

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Der Nußbaum neben der ehemaligen Toiletten (auf dem linken oberen Bild zu sehen, ist heute noch da!) Von dem Dach umbaut.

Heute heißt das Lokal “La Trota”, die Forelle. Wer es nicht gesehen hat, kann sich es schwer vorstellen, wie es “damals war”!

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Notte blu

In Vallecrosia war gestern Notte blu, die blaue Nacht. Die Promenade war dem Verkehr verspert worden. Die Restaurant stellten ihre Stühle und Tische bis fast Mitte in der Straße. Es war wirklich viel los. Nur Italiener! Eine Bühne war auf dem Strand aufgestellt worden. Starke Scheinwerfer beleuchteten Strand, Meer und Häuser mit abwechselnd farbigen Strahlen. Es gab zuerst Live-Musik vom Band. Aus jedem Restaurant dröhnte Musik von irgendeinem Band, selbst die Eisdiele hatte einen DJ auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Cafés boten Karaoke an und die Leute warteten, warteten und warteten, angelehnt am Geländer. Ich fragte, worauf: auf das Feuerwerk! Wann sollte es anfangen? Keiner wußte es. 30 Minuten, nicht vor 22.30 Uhr, bestimmt um 23 Uhr. Also lief ich rauf und runter.

Vorbei an Sprayer, die Grafittis an den Wänden ganz offiziell sprayten, vorbei an getunten Autochen, die jedes 3 Diskos mitsamt Lichtorgeln in sich vereinten. Die Lautsprecher der Bandbühne waren ein Dreck gegen die Megawatt der kleinen Flitzer! Mit Fernbedienungen haben die Autobesitzer, die kaum höher waren als ihre Autos die Stärke der Anlagen zum Besten gegeben. Im Musikrythmus strahlten Tausende von LEDs den Straßenbelag an.  Die Lackierungen ließen aber zum Wunschen übrig. Wie Schade! Es geht aber offenbar um den Sound. Der war umwerfend. Alles in der Tasche hat vibriert. Alles im Körper hat vibriert. Ein Wahnsinn!

Es ist schon komisch, sich die Zeit zu vertreiben, alleine durch die Menge zu gehen, im klaren Bewußtsein, dass die Zeit einfach nur vergeht. Es waren wenig Leute da, die alleine Spazieren gingen in dieser Menge. Die Meisten waren mit der ganzen Sippschaft da. Viele junge Leute, die sich in Trauben mitten auf der freien Straßen laut unterhielten.
Ich wollte nichts essen, auch kein Eis essen. In der Tat, die Restaurants waren voll, die Luft roch nach Fisch, Frittura mista und Pommes, Schlangen standen vor der Eisdiele. Ich hatte meinen Fotoapparat mit einem Weitwinkel eingepackt. Ich wollte von dieser blauen Nacht Fotos machen, – schon der Name versprach viel Stimmung- , von der Menge, von den Leuten, von Lichtern. Mit so einem Fotoapparat war ich aber alleine auf breiter Flur. Manche zuckten Ihre Handys raus, ja, um Videos aufzunehmen. Blitzlichter sah man aber nicht. Schon die Tatsache, dass man solche Beobachtungen macht, zeugt davon, dass man weit entfernt ist, ein Fotograf zu sein, der auf Beute ist. Nein, ich besitze bei weitem nicht im Ansatz die Aufdringlichkeit eine Fotoreporters. Nachdem ich zugegeben hatte, dass ich nicht mit nur einem Bild als Ausbeute nach Hause kehren wollte, habe ich mir vorgestellt, ich sei alleine und müsste für eine Arbeit Bilder machen. Auf einmal ging es! Es sind 3 Bilder geworden!

Das Feuerwerk fing um 22.45 Uhr an. Ich hatte das Glück, 50 Meter davor zu stehen und beobachtenzu können, wie die Raketen abgeschossen wurden.

Um kurz vor Mitternacht  war ich zu Hause, wie Aschenputtel!

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Terminkonflikte

Das ist schon lange nicht mehr passiert! Dass ich wegen Terminkonflikte eine Einladung ablehnen musste! Und gleich von meinem Vater! Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mit ihm essen gewesen bin! Das letzte, woran ich mich erinnere, ist ein Bild aus 79. Stichwortartig sieht es so aus:
Tochter hat Führerschein
Papa hat einen Alfetta (Von welchem Spezi hatte er denn das Auto überhaupt?)
Papa ist stolz, dass Tochter so ein Auto fährt (ja, sehr stolz, das konnte man ihm ansehen)
Beim Tanken zuckt er einen 500 Francs-Schein raus!
Schluck! So ein Schein hatte ich meine Lebtage nicht gesehen.
Er wollte mir das Auto schenken.
Ein Auto, das aber einen 500 Francs-Schein zum Tanken braucht, konnte ich wirklich nicht gebrauchen. So habe ich dankend abgelehnt. Er hat es mir übel genommen. Meine Schwester hätte ihn angenommen und später versilbert.

Ein schickes Auto war es aber allemal! Wovon hätte ich den Unterhalt zahlen sollen?

IMG_9825 Eigentlich kann man mit mir immer kurzfristig etwas ausmachen, da ich grundstätzlich nichts im Voraus ausmache, aus Angst, dass ich dadurch mein Pensum nicht schaffe. Ich bin gestern wieder mit Astrid fortgewesen. Diese Ausgehtermine lohnen sich. Pizza, Eis, Fisch, Eis, Eis, Eis: Ich bin wirklich zu beneiden!

Also ab nach Bordighera:

Gestern Abend waren Duette aus den letzten 30 Jahren angesagt: Die Sängerin Mariella, ihr Bruder, ihr Mann, ihre Schwester und deren Mann, ein guter Freund der Familie. Ihr Vater, Maestro Silva, der Gründer der Band, der in den 70ern zwischen Rom und Ventimiglia einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hatte, saß in der ersten Reihe.
Ehrlich, die 4 Jungs von neulich hatten viel mehr drauf! Mann! Mann! Mann! Die 6 gestern schafften es nicht, die Starre aus dem doch zahlreichen Publikum zu lösen. Es sprang kein Funken über!

Der Sänger der damaligen Band, der nebem dem Maestro saß, gab dann 2 Stücke im römischen und neapolitanischen Dialekt zum Besten.
Das Publikum, das überwiegend aus reiferen Damen und Herren bestand, schmolz regelrecht dahin und fing an erst zaghaft zu klatschen, dann anbetend zu lauschen und leise mitzusingen. Hier schlummerte eine alte Fangemeinde.  IMG_9832 Ganz gewiß. Sie fing an, Wärme aus alten Zeiten aufzunehmen, die jetzt endlich von der Bühne aus austrahlte. Hätte er weitergesungen, wären  bestimmt 2 Damen aus den Reihen vor uns aufgestanden und hätten angefangen zu tanzen und zu singen mit nach vorne gestreckten Arme, so wie es halt in Konzerten üblich war und ist… und die anderen 2 “Zum-Kurzhaarschnitt-getrimmt” perfekten Dauerwellen vor uns hätten richtig etwas zum Lästern gehabt. Ihre zueinander geneigten Köpfe tauschten ohnehin die ganze Zeit Nettigkeiten aus, die an die 2 “Verrückten-da-vorne” gerichtet waren.

Na dann, bis zum nächsten Mal.

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