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Ligurien 2007 5. Teil

Ob die wohl schon das Rosten angefangen haben?

Mopeds ruhen sich aus

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Ligurien 2007 4. Teil

Das Wetter ist für einen ligurischen August-Monat schon komisch. Ich kann mich an einem solchen grauen Himmel und die Notwendigkeit von langen Ärmeln während des Tages in meiner Kindheit nicht erinnern. Schon gar nicht vor dem 20.-25. August, an dem es gewöhnlich den ersten Regenschauer am Nachmittag gab, der die Luft reinigte, uns daran erinnerte, dass die Schule bald anfangen würde und den Herbst einläutete (endlich wieder knielange weiße Baumwollstrümpfe anziehen dürfen, um die ramponierten Beine zu verstecken!)

DolceacquaWir sind heute nach Dolceacqua gefahren, um Öl zu kaufen: Natives Olivenöl extra der Kategorie I.

Ich kaufe es immer hier, weil es mild schmeckt, ziemlich neutral ist und für alle Zwecke in der Küche geeignet. Dabei ist es egal, welche Farbe das Öl hat. Ob grün (Chlorophyll) oder goldgelb (Karotin), die Farbe ist nicht entscheidend für den Geschmack.
Zwei 5 Liter Kanister zu je 40 Euro. Meine Schwägerin sagt, es ist zu günstig. Das Öl könne für diesen Preis nur gepantscht sein. Ich habe ein bißchen gegoogelt, dabei konnte ich in den EU-Richtlinien nichts finden, die besagen, dass eine Zugabe von Öl zur Erstpressung zulässlich ist. Möglich ist es aber schon und wundern täte es mich nicht!

Maurizio beim Befüllen der Kanister

Natives Olivenöl Extra

Na dann! Gute Nacht!

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Ligurien 2007 3. Teil: Köterbilder

Wir waren heute, Sonntag, in Bordighera, zum U Desbaratu, eine Verkaufsaktion, die dazu dienen soll, die Lager zu Sonderpreisen auszuräumen. Soll. Das war wahrscheinlich vor 25 Jahren so, als dieses Event ins Leben gerufen wurde. Ich kann mich erinnern, dass auch aktuelle Ware zu äußerst attraktiven Preise feilgeboten wurde. Heute ist es nur ein Light-Ausverkauf des seit Juni laufenden Ausverkaufs, denn die Winterware ist bereits in den Schaufenstern zu sehen. Man will schließlich den Mailändern und Turinern etwas zum Ausgeben anbieten, bevor sie in ihre nörlichen Gefilde zurückkehren! Für die Kids bot sich die Gelegenheit, auf Schnäppchenjagd zu gehen. Leider ist es in Italien sehr schwer, etwas für 1,80 m große Frauen und 1,98 m große Männer zu finden!

Reinrassiger CollieInteressant waren allerdings die Hundebegegnungen. Der Collie, von dem ich meinte, er sei eine Kreuzung zwischen Bobtail und Collie, hat sich, nach den Aussagen seines Herrschen als reinrassiger Sir aus Cannes herausgeputzt. Er sah sehr edel aus in seinem graumelierten Kleid. Ricci dagegen sah wie ein Clochard aus! Der Vater sei ein Champion gewesen: “E purissimo!, è purissimo!”, wiederholte der feine Herr!

Leierkasten mit HundDann war dieser Leierkastenhund mit Mütze, der sich mit der Musik im Kreis umdrehte! Sandra meinte, sie hätte ihn auf den Markt in Ventimiglia auch gesehen! Süß ist auch der Welpe gewesen, der auf diesem halben Quadratmeter verweilen musste. Aber arm dran, meine ich!

Zwei Männer, zwei HundeUnd schließlich diese zwei Männer, der eine davon mein Mann, mit Hand am Ohr und beide schwarzem Hund an der Leine!

Die Italiener laufen sehr viel mit Hunden an der Leine. Alle Hunde gehen an der Leine. Und wehe denen, die, wie ich, ihren Hund frei laufen lassen wollen. Ein Italiener schmeißt sein Papiertaschentusch mit gutem Gewissen vor einem auf dem Boden, wenn ihm aber ein Hund unangeleint entgegen kommt, kann der Hundebesitzer mit einer Predigt rechnen!

Festino

Heute Abend sind wir auf ein sog. “Festino” (Dorf-, Sommerfest mit Gastronomie, Musik und Tanz) gewesen, unweit von meiner Schwägerin. Wir haben Calamari und Crepes gegessen. Spieße und Halsgrat gibt es auch im Teutonenland�

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Ligurien 2007 2. Teil

Margot beim ArbeitenWer Beiträge noch und nöcher letzte Woche erwartet hat, wurde bitter enttäuscht. Wir haben unsere Maschinen keinen Millimeter bewegt. Ich habe brav meine Geschäfte weitergeführt, wenn auch ein bißchen gemächlicher und lockerer gekleidet als sonst! wir haben uns langsam an die Sonne und ans Wasser gewagt. Wir spüren, dass wir erst jetzt beginnen abzuschalten! Wir wachen nicht mehr um 6.30 Uhr auf. Das Gassi-Gehen mit den Hunden war heute erst um 8 Uhr. Kleine Fortschritte, jeden Tag!

Gestern haben wir uns ein Muschel-Essen eingebildet und sind nach Menton (12 km Richtung Frankreich) mit Roller und Mopeds zum Einkaufen gefahren, weil diese dort wesentlich günstiger sind. Tafel mit Kids und SchwägerinWir haben Garnelen, Meeresmuscheln, Miesmuscheln, eine Handvoll Jakobsmuscheln und eine Krabbe gekauft.

KrabbeDie Miesmuscheln hat Karin mit Weißwein, Petersilie und Knoblauch zubereitet, die Jakobsmuscheln habe ich kurz in der Pfanne mit Olivenöl, Knoblauch und Weißwein angebraten, Garnelen und Schnecken haben wir kalt mit Mayo gegessen. Dazu gab es Weißwein. Garnelen und Schnecken

Als Nachtisch gab es Ziegenkäse mit Bourgogne und Flankuchen aus der Supermarktkühltruhe!
Sicher, kann man nicht jeden Tag so essen, es war aber der allgemeine Wunsch, der uns allen durch Ventimiglia nach Menton getrieben hat. Der Verkehr ist hier in der Gegend höllisch in diesen Tagen. Die Küstenstrasse ist tagsüber nur mit Stopp&Go zu bewältigen, oder man teilt sich den Mittelstreifen mit den entgegenkommenden und überholenden Rollern. Als erste Bewegung unserer Mopeds ist uns dieses Abenteuer recht schwer vorgekommen. Wir haben den Eindruck gehabt, dass unsere Maschinen Tonnen wiegen. Diese durch die Gassen, nach rechts und wieder rechts, und dann links und gerade aus über die Ampel: “Achtung Roller! Wo kommt der denn her, verflixt!”, den Stau der Haupstrasse umfahren, immer achtend auf was hinter einem kommt, das ist selbst Christian nicht leicht gefallen! Wenn man die Geschwindigkeit der vorbeirasenden Roller bildlich darstellen will, dann denkt bitte an den Raumschiff Enterprise im Gewitter von  Meteoriten: So ist das hier! Und wundert Euch nicht, wenn einer dieser rollenden Ungeheuer über Rot in einen Smart dumpf hineinrauschen! Das ist hier so! Mindestens ein Toter in der Woche, Unfälle jeden Tag! Und wir mittendrin, bis wir uns bewegen, haben wir den Salat!

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Ligurien 2007

Volltanken bei der AdventureWir sind gut und wohlbehalten nach Camporosso (IM), Ligurien, angekommen.

Nein, mir hat mein Hintern nicht wehgetan.
Ja, ich bin sehr viele Rechtskurven gefahren, die machen mir keine Angst mehr, seitdem die Stoßdämpfer härter eingestellt wurden (seit Piller und nach dem Apfelstrudel!).

Die Reise hat so ziemlich genau 1000 km gedauert, verteilt auf 2 Tagen. Es hat alles geklappt, Kurven, Rythmus, Route… Das Highlight war sicherlich, wie dem Christian das Benzin ausgegangen ist (Wie er es drauf hat ankommen lassen, würde es genauer heißen!) Ich hätte ihn würgen können, aber ehrlich gesagt, ich fand das schon ziemlich lustig! Ein Zeichen, dass wir in keinster Weise unter Zeitdruck standen.

Ich habe wie eine Wilde bewußt fotografiert. Immer, wenn der Himmel blau ist, gelingen einem die Bilder, die ich gerade per FTP auf unseren Server lade: Es sind 279 Bilder geworden, ich könnte einige löschen, da es immer dasselbe ist: Ein Berg, eine Strasse und ein Motorradfahrer von hinten, aber irgendwie finde ich sie eine gute Erinnerung.

Nach zwei Bürotagen auf der Terrasse tun mir die Hände nicht mehr weh! Das tun sie immer, wenn ich so lange fahre. Heute war ich sogar eine Stunde in der Sonne. Ich habe gehört, in München ist das Wetter schlecht. Hier gibt es Wind und die Gewitter brechen ringsum aus.Ich erhole mich von meinem Stress, habe keine Lust zu fahren. Das Wetter ist angenehm nicht zu warm. Und für diejenigen, die es nicht glauben wollen: Ich sitze gerade um 23.25 Uhr auf der Terrasse mit einem Fleece an.

Gute Nacht!


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