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Korsika: Tag 3

Die lezten 2 Tage waren Tage der Stimmungen. Terrasse mit künstlichem Licht (Gartenbeleuchtung), Terrasse mit natürlichem Licht (Vollmond), Terrasse mit nassem Pflaster, Terrasse mit überflutetem Pflaster, Trost mit dem 37 Grad warmen Jacuzzi, Hundeblicke ins lodernde Kaminfeuer, Bangen um Bellini, der außerhäusig übernachtet hat, Frust über eine langsame Internetleitung, die nur einen Fünftel erlaubt, von dem was man so gewohnt ist!

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Nach einer stürmischen Nacht war alles wieder gut: die Sonne hat sich rechts von Elba gezeigt. Genießen wir den Tag, denn wenn ich den Wettervorhersagen Glauben schenke, wird es 3 Tage Regen geben.

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Korsika: Tag 1

Glaubt aber nicht, dass Christian jeden Tag die Maschinen vorm Schwimmbad putzen und wienern wird!

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Korsika

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Der Start war nicht leicht! Ganz im Gegenteil! Um 00.01 Uhr am 25.02. stellte ich fest, dass die Synchron-Dateien nicht auf meinem Laptop gespeichert werden. Wir sind um 2 Uhr in der Nacht ins Bett gegangen. So lange hat es gedauert, bis der Fehler gefunden wurde. Am nächsten Tag um 10 Uhr verabschiedete sich die Telefonanlage. Wirklich! Schwer zu glauben, aber wahr! Eine Kleinigkeit im ganzen Unternehmen von grundsätzlich wichtiger Bedeutung: sie erlaubt mir das Arbeiten in der Ferne oder nicht, was gleich heißt wie: „Du brauchst gar nicht zu fahren, Du kannst gleich hier bleiben!“ Graus! Dem Christian war ehrlich nicht gut! Bildlich gesehen, hätte er beinahe Riechsalze gebraucht! Ein Glück, dass wir die “kleine” Anlage von vor 10 Jahren noch hatten. Sie wurde notdürftig angeschlossen. Mit Erfolg. Um 12.38 Uhr sind wir weg. Fast fluchtartig.
Bellini und Ricci lagen bequem auf Ihren Betten. Ich hatte meine Nackenrolle, wir fuhren ganz sittsam mit Anhänger bis Padenghe zum Tanaka, dem ich Unterlagen abgeben wollte.
Die Pause dauerte eine Stunde, wir wurden mit einem Espresso und zwei Keksen noch um 18 Uhr am Abend bewirtet, schließlich wollten wir weiterfahren. 100 km vorm Ziel machten wir auf der Autobahn Pause und schliefen bis 6 Uhr. Na ja. Ich glaube, Christian wollte mal wieder „wie früher“ übernachten, als weder Rücken noch Knie „zwickten“!
Um 8 Uhr waren wir in Vallecrosia (Brot, Pizza, Torta verde und Krapfen für das Frühstück kaufen) und konnten einen Blick auf Korsika in 300 km Entfernung werfen.
Korsika
Frühstück bei meiner Mutter mit Karin. Die letzten Gedanken um französische Steckdosen und Mehrfachstecker. Um 11.20 Uhr am Samstag sind wir Richtung Nizza zur Fähre gefahren. Um 13.30 Uhr sollten wir uns anmelden. Die “einfachen” Autos drängelten sich an uns in der Schlange vorbei, alle hatten es furchtbar eilig, wir waren mit dem Anhänger ziemlich schwerfällig! Die Fähre fuhr pünktlich ab. PanoramaHafen
Nach der ersten Aufregung, der ersten Begeisterung und Erkundung des Schiffes fing die lange Zeit des Wartens an. Wir hatten überlegt, eine Kabine zu nehmen. Das wäre gar nicht dumm gewesen. Ich hätte schlafen können, Musik hören, lang gestreckt. Die ersten 3 Stunden gingen noch, die letzten 2 kündigten sich fast grausam an! Was konnte man denn machen? Man geht zum Essen: Entrecôte und Lammkotelett. Die Kabine wäre mit 25 Euro günstiger gewesen, aber als Überraschung gab es ein Glass Prosecco! Das war nett, schließlich “wird man nicht jeden Tag 50″!
Bellini hatte die Überfahrt gut überlebt in seinem Korb, beim Andocken wurde es dem Ricci schlecht und musste Kotzen, natürlich vor versammelter Mannschaft. Ich war aber vorbereitet und konnte mit Tüchern schnell diese gelblich-grünlichen Spuren auf dem blauen Teppich wegwischen. Früher hatte ich die Windeltasche dabei, jetzt das Hund-Und-Katzen-Zubehör.
Da wir uns sehr früh angemeldet hatten, konnten wir auch recht schnell raus, auch wenn die Drängler auf sich warten ließen. Immer das gleiche!!
Die 10 km von Bastia zum Treffpunkt waren schnell vorbei. Die Frau des Besitzers stand vor der Bar “Chez Jeannot” in Erbalunga und brachte uns zu unserer Villa.
Alle Lichter waren an, es sah aus wie aus einem Hollywood-Streifen. Alle Heizungen in sämtlichen Zimmern liefen auf Hochtouren. Der erste Eindruck war gut. Unsere Vermieter verabschiedeten sich bald, nachdem sie die Funktionstüchtigkeit vom Fernseher bewiesen hatten.
Wir haben den ersten kitschigen Sekt getrunken. Überhaupt, ich habe den Eindruck, dass wir einige Flaschen trinken werden. Es passt zur Umgebung, zum beleuchteten aber überdeckten Schwimmbad, zum Jacuzzi und zu dieser ruhigen Zeit. Ja, ich werde mich hier herholen. Das weiß ich.
Warum geht das eigentlich so nicht zu Hause? Das ist aber ein anderes Thema, das wir hier nicht erörtern werden!
Christian packte die ganze Technik aus. Alles lief nach Plan, außer dass Wireless nicht funktionierte sondern nur Kabel. Damit hatte mein lieber Mann gedacht, als er Switch und einige Netzwerkkabel eingepackt hatte.
Wir haben uns das kleinste Zimmer ausgesucht. Wir haben super geschlafen (die Decken sind aus Flies!) aber nach den letzten 36 Stunden war es kein Wunder! Überhaupt Flies ist absolut empfehlenswert in dieser Jahreszeit. Ich werde aus meinem Hausanzug nicht schnell rauskommen.
Die Bäder sind nett. Das Wasser kommt reichlich raus und ist sehr warm.
Es gibt Teller für 50 Leute, Handtücher für 100. Alles einheitlich, sehr lobenswert von den Vermietern. Ich hasse nichts mehr als zusammengewürfeltes Geschirr. Das zeugt von der Einstellung der Vermieter dem Gast gegenüber. Über den Kühlschrank wird sich Karin freuen, er ist riesig. Waschmaschine mit integriertem Trockner. Geschirrspüler zur Freude von Christian. Ich habe die ersten zwei Prosecco-Gläser kaputtgemacht. Blöd. Irgendwie habe ich das Gefühl, wir werden sie alles kaputtmachen. Sie sind aber wirklich sehr windig und dünn! Ich habe mir vorgenommen, vorsichtig in dieser Küche zu hantieren, die kaum Abstellfläche bietet.
Im Wohnzimmer sind 4 Pin-Ups an den Wänden gemalt. Sie stammen von einem Soldaten aus dem Weltkrieg, einem Amerikaner, der namentlich bekannt ist, der hier auf Korsika stationiert war: Die Amis hatten alle Häuser an der Küste beschlagnahmt, um Korsika vor dem Feind zu verteidigen. Als die Vermieter das Haus von einem Onkel erbten und renovierten, fanden sie sie unter 3 Schichten Tapeten und ließen sie wieder das korsische Licht erblicken. Sie sind nett und haben wirklich wunderbare Beine. Der Soldat muss mächtig scharf auf Beine gestanden haben. Pin-Ups mitsamt Beinen sind wirklich toll! Aber überhaupt nicht zu dieser Einrichtung passend, ober umgekehrt, wie man es nimmt! Christian meint, es macht irgendwie “puffig”. Neben Sky verblasst aber ihre Wirkung.
Heute Morgen habe ich das Grundstück erkundet und bin runter bis zum Wasser, über einen kurzen Weg bis zu den Felsen, aber noch ehrfürchtig weit entfernt vom Wasser. Im Wohnzimmer sind übrigens Rettungswesten da… Sie sind aber nicht für ungeplante Stürze ins Wasser sondern für den Kajak gedacht, der im Unkrautfeld liegt.
A propos Unkraut. Sehr gepflegt ist der Garten nicht! Da wäre einiges zu machen! Ich habe mich schon beim Unkrautjäten vorgestellt. Das Bild habe ich aber sofort weggejagt. Ich bin hier zum Chillen da! Der Vermieter gehört zum Bastlergeschlecht, wohl nicht zu den besseren unter ihnen.
Und weiter zum Thema Unkraut: Ricci kackt grundsätzlich auf fremdem Unkraut. Obwohl er 3000 m² zur Verfügung hat, hat er sich riesig gefreut, dass wir zu Fuß zum Einkaufen gegangen sind und kurz vor Erbalunga, am Straßenrand, auf neutralem Unkraut, endlich seine Notdurft verrichten konnte.
Gassigehen ist hier ein Fremdwort. Die Hunde laufen frei im Garten und bewachen die Hütten oder sind auf Balkonen verbannt. Gehwege gibt es nur in DE, das ist bekannt. Die Autofahrer fahren wie die Säue, von den Mopedfahrern ganz zu schweigen. Werde ich mit dem Auto zum Gassi gehen fahren müssen?
Der Supermarkt des Ortes am Sonntag:
• Saftige Preise (oder sind wir so Discountern gewohnt, wo wir Zucker für 1,50 Euro kaufen und nicht für 1,95 Euro!),
• vergammeltes Gemüse (bei diesem Angebot würde jeder Marktfilialleiter stante pedes gefeuert werden! Sind wir schon so verwöhnt, weil die Großmarkthalle unweit der Märkte liegt?),
• leere Regale (Undenkbar in DE, ich bin richtig Deutsch geworden, das merke ich langsam! Ja, was machen denn die Angestellten? Sie lachen über schmutzige Witze mit der reiferen Kundschaft, wohl auf korsisch, aber umso bunter und blumiger, mein lieber Scholli!),
• der seit einem Monat verfallene O-Saft schön nach vorne im Kühlregal ausgestellt, auf einem Dummen wartend (wohl aber nicht auf Christian!).
PanoramaErsterTag
Zurück von unserer Einkaufstour haben wir Kaffee gekocht, schön Eduscho-deutsch in der Ami-Kaffeemaschine (ich liebe sie!), wie machen denn Franzosen Kaffee? Im Supermarkt hatten wir echten korsischen Honig gekauft, wirklich wirklich wirklich lecker, eine echte korsische Wurst, die echt lecker geschmeckt hat, trotz Knoblauch, Baguette, évidemment, und noch so ein Mischbrot, und Butter und Yoghurt. Von meiner Mutter hatten wir Kumquat-Marmelade bekommen, die zu Baguette herrlich passte.
Natürlich haben wir den restlichen Sekt getrunken. Ich dachte, ich lege mich hin und schlafe, dann habe ich aber Tomatensauce gemacht. Später werde ich Zucchini (das einzige Gemüse, das nicht vergammelt aussah, ich habe lieber nicht nachgeschaut, aus welchem High-Tech-Gewächshaus sie stammen) dazu tun.
Dann kamen die Bilder und Panoramabilder. Christian stellte fest, dass die Mopeds richtig verdreckt waren, obwohl er das Salz heute Morgen runtergespült hatte. Also wusch er die heiligen Kühe vor dem Haus, vor dem Schwimmbad, gegenüber von Elba. Das muss ein Gefühl sein, zuerst die eine, dann die zweite Maschine. Dann stellte er sie beide zum Meer schauend ab und seufzte: „Schauen Sie beide nicht einträchtig ein, unsere zwei Kühe?“
Was bleibt denn noch? Draußen schlägt das Meer so hohe Wellen, dass man meint, es könnte das Fels wegspülen, auf dem das Haus steht, der Wind macht Höllengeräusche, es kracht und knarzt fast zu viel für Ricci, Bellini hat nach 36 Stunden wieder seine gewohnten Zuckungen beim Schlafen, im Ofen brennt das Feuer aus Oleander, Korkeichen und sonstigem Macchia-Kraut, mein Blick ist leicht getrübt, nicht weil ich schon zu viel getrunken habe, – ich habe die Weinflasche erst gerade aufgemacht-, sondern weil der Christian Holz nachgelegt hat und es ist etwas feucht, und übrigens jetzt wissen wir, warum es im WZ so nach…. kaltem Rauch riecht, ich esse ligurische Oliven, die verwurstete knoblauchige Sau liegt in Stückchen auf einem Vorspeisenteller beim Christian, meine Tomatensauce ist eine hervorragende scharfe Dip-Sauce geworden, die mindesten so scharf ist, wie die Pin-Ups an der Wand, Sky an der Mattscheibe, Internet unter meinen Fingern…
Man wird nur einmal 50!!!
PS Glaubt nicht, dass ich jeden Tag so viel schreiben werde!

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Es ist soweit

Nach über 3 Monaten ist der Augenblick gekommen, an dem ich sagen muss: “Ich bin die nächsten Tage mal weg und nicht erreichbar”. Es waren wirklich sehr anstrengende Wochen, ich sehe auch entsprechend aus. Richtig fertig. Heute morgen hat mein Herz vor lauter Aufregung sehr hoch geschlagen, wie bei einer Prüfung. Es hat alles geklapt, ohne Stress, ohne Ausflippen, wirklich sehr seltsam. Unheimlich!

Aber morgen ist es soweit. Alles ist gepackt, alles paßt, alles ist fertig. Die Mopeds sind auf dem Hänger. Die Hälfte des Gepäcks ist schon im Auto drin. Der Rest kommt morgen rein. Darunter auch Bonsai gießen und Orchideen sammeln, damit der Gießdienst während der Abwesenheit es leichtet hat.

Mein Laptop und ein Backup wollen gepackt werden. Meine Fotoausrüstung ist auch zu 3/4 in der Tasche. Es ist meine letzte Aktion auf meinem Bürocomputer. Und Tschüß.

Wir sehen uns auf Korsika.

(das Beladen des Hängers von Christian und Kobi werde ich nachreichen. Ich habe keinen Zugang auf www über unser Netzwerk) – Christian wird´s schon richten :-)

Ciao
Marguerite

Nach einer Schreckenstunde, in der das Netzwerk und auch das Synchronisieren der Offline-Dateien mit dem Server nicht funktioniert haben, – beinahe wäre ich mit alten Dateien losgefahren, suchen wir immer noch nach dem Fehler! Aber an diesen 2 Bildern kann man sich freuen, oder?

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Wenn wir morgen weg sind, haben wir das Problem gelöst! :-)

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Happy Birthday

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