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Angekommen!

In Trento stand es zur Debatte, ob wir nach Hause zurückfahren würden oder eben weiter. Nachdem wir in Lavis eine verlorengegangene Mutter an der rechten Gabel von einem Eisenwarenhändler in Lavis geschenkt bekamen und der dortige BMW-Händler einen neuen Vorderreifen montierte, entschieden wir uns gegen 13 Uhr unsere Reise nach Süden fortzufahren: Das Wetter versprach nichts Gutes in D! Also Autobahn, dann in Casteggio raus und direkt über die Weinberge (Val Trebbia) und die Trüffelgebiete des Piemonts nach Genua, dann über die Autobahn die letzten 200 km.

Bei der Überquerung der Val Curone und der anschließenden Strecke habe ich endgültig festgestellt, dass ich noch Einiges zu lernen habe. Diesmal keine glatten, sauberen Strassen wie in den Dolomiten. Nix mit “King of the road”. Hier gab es Risse und Dellen, und Berge und Täler auch keinen einheitlichen Belag, wo man dahin hätte gleiten können. Christian und seine Adventure liefen wie auf Schienen, während ich den Eindruck hatte, geschüttelt und gerüttelt zu werden. Man konnte sehen, dass er richtig Spaß hatte und im Affentempo die Hügel rauf und runter fuhr und die Serpentinen schluckte. Ich konnte kaum mithalten und oft musste ich mich zur Konzentration ermahnen! Eigentlich war die Strecke eine einzige Serpentine, Haarnadelkurven en masse, kaum Verkehr. Aber super! Kobi, Du hättest Dir Deine Reifen glatt geraspelt!

Kurz vor Genua, als wir den Berg hinunterfuhren, habe ich meine Maschine mitten auf der Strasse hingelegt: Christian setzte PLÖTZLICH den Blinker nach rechts, gegenüber kam uns ein Auto entgegen, das in die gleiche Richtung wie wir wollte. Ich bremste heftiger als sonst, Ricci flog mir über die Schulter und hing so runter. Mit dem rechten Arm schob ich ihn wieder zurück, das alles kostete Zeit. Ich konnte weder rechts noch links ausweichen und musste zuschauen, wie der Vorderrad verdächtig gefährlich nach links eingeschlagen war und die Maschine im leisen und sanften Fall zu Boden fiel. Diesmal flog Ricci auf die andere Seite runter! Fazit: Ricci muss eine andere Sicherung in seinem Korb haben und wenn mein Abstand größer gewesen wäre, hätte ich Einiges vermeiden können! Dank Kuhfänger und Koffer ist der Maschine nichts passiert. Der linke Koffer hatte lediglich eine kleine abgewetzte Stelle. Meiner Meinung nach sind die Koffer aber dafür da!

Was für einen Anblick, diese Maschine am Boden! Ich musste an eines der weinigen Gedichte denken, an die ich mich aus der Schulzeit erinnere: Les fleurs du mal von Baudelaire, daraus “L´albatros” in dieser Übersetzung:

Er sonst so flink ist nun der matte steife.
Der Lüfte König duldet Spott und Schmach …

Die Gallerie:

Ein Blick in die Google-Welt:

Und hier nur die Strecke:

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