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Immer besser, immer länger

Ich kann immer nur wiederholen und immer wieder staunen: ”Wer hätte das gedacht!”. Ich und Laufen!

Und doch! Sag niemals nie! Du weißt nicht, was in Dir steckt! Am 24.1.2008, als ich den ersten Beitrag geschrieben habe, wusste ich es noch nicht! Da konnte ich die 4,3 km-lange Strecke noch nicht im Stück laufen.

14.04.2008.jpg 

Kann es sein, dass jemand, der das Thema Laufen immer als indiskutabel bzw. inexistent betrachtet hat, beim “Training” alles richtig gemacht hat? Ohne ein Buch zu lesen? Nach dem Motto: Wer Kinder kriegen kann, ohne eine Bedienungsanleitung zu studieren, der kann auch laufen.  ”Ja, das ist möglich!” Nicht, das ich der Meinung bin, ich hätte mit dem Kinderkriegen alles richtig gemacht. Sicherlich gibt es ein paar Dinge in diesem Werke, die verbesserungswürdig gewesen wären oder noch sind. Das Grundsätzliche war und ist richtig. Und auf dem Grundsätzlichen kommt es an! In allen Bereichen des Lebens!

07.05.2008.jpgHeute Morgen würde ich behaupten, dass ich das vom ganzen Innern gewollt habe, weil ich das “das” in mir vermutet habe, weil ich “das” gesucht habe. Ein “Das”, das mir unbekannt gewesen ist, das ich noch nicht einmal vermutet habe, worauf ich noch nicht einmal neugierig hätte sein können, ein “Das”, das sich nicht von selbst angeboten hat!

Ich bin am 7.5.2008 mit Juli laufen gegangen, eine Freundin meiner Tochter. ‘Wir sind eine 6,66 km-lange Strecke gelaufen. Ehrlich, ich musste schmunzeln, als ich diese Zahl auf meiner Uhr gelesen habe.

In meiner beruflichen Tätigkeit habe ich einige Bücher für den Südwest Verlag über das Thema Laufen drucken dürfen. Diese Broschuren von ca. 128 Seiten stehen alle schön im Regal. Diese Bücher habe ich bis jetzt nur als Produkt angesehen. Mehr nicht.

Erst vor einigen Tagen habe ich “Lauf dich Schlank” von Ulrich Pramann aufgeschlagen. Es hätte aber auch “Walking” oder “Marathonlaufen” sein oder ein anderes Buch. Das war, als ich mir endlich mal richtige Laufschuhe gekauft habe. Heute will ich aber weder über Equipment, noch über Kalorien reden, sondern von Gefühlen. In diesem Buch steht genau drin, was ich fühle! Und eines hat mich neugierig gemacht: Das Runners High! Ich würde das vergleichen wie ein Höhepunkt beim Sex! Man kann nicht darauf hinarbeiten, das wird nichts G´scheites! Wenn alles stimmt, ist es auf einmal da! Aber dann! Und genauso ist es bei mir mit diesem Zustand, wo die Beine laufen, von selbst, ganz rund. Da diese Gefühle ganz neu sind, denkt der Kopf noch sehr viel mit, allerdings scheint er “hinterher” zu denken, das ist auch lustig zu beobachten, weil er sich ständig wundert, wie das denn möglich sein kann. Selbst möchte man nicht loslassen, der Kopf hat ja schließlich diesen Zustand herbeigeführt. Der Kopft hat gesteuert, gepuscht, überredet, nicht aufzugen, weiterzumachen, noch ein paar Schritte, mach schon! Der soll jetzt zurücktreten, sich zurücklehen und…. genießen? Ganz ungewohnt, oder? Jetzt noch? Zuhause angekommen staunt man schon und wundert sich aufs Neue über das Geleistete! Das ist einfach toll! Egal, ob man krebsrot im Gesicht ist, 09.05.2008.jpgschweißgebadet! Das “Das” hat sich offenbart! Ob es übermorgen auch so ist?

Das Beste ist aber dieser “Wunderpilleneffekt”. Das nenne ich Glück! Einfach Glück! Man ist wirklich high! Ganz legal! Und da kann die Welt zugrunde gehen! Daran denkt man nicht! Dieser Effekt dauert nicht nur ein Augenzwinkern lang, oder gar ein paar Sekunden, nein, es dauert Stunden! Das ist das “Das”, was in einem schlummert. Und das kann eine Workoholikerin, wie ich, die ihre meisten Highs aus ihrer Arbeit schöpft, lahm legen: Ohne Worte, ohne schlechtes Gewissen wird sie “von ihrem rechten Weg” abgelenkt. Ohne Widerstand.

Ein paar Stunden lang gibt es die Welt vor der Arbeit.

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