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Ligurien 2007: 12. Teil – Wieder Turini

Christian und PanzerAuf den Weg zu unserer heutigen Tour haben wir Franco besucht, der nun vieeeeeel Zeit hat, Enduro-, Trial- und Crossmagazine zu studieren. Er kennt die Gegend wie seine Hosentasche, auch wenn die Straßen, die für uns schon “gewagt” sind, für ihn, reine langweilige Autobahnen sind. Für ihn sind die alten verlassene Wanderpfade die wahre Herausforderung. Für solche Dickhäuter wie unsere GS empfielt er uns eine gut ausgebaute (igitt!) breite (Pfui!) unbefestigte (nett!) Strasse, die Piène Haute mit dem Col de Brouis verbindet. Die Landschaft ist überwältigend gepflegt, die Strasse “gepflügt”. Die Franzosen machen sehr viel, um zu verhindern, dass solche “Enduro-Wildscheine” wie Franco die doch sensible Natur der Voralpen zerstören. Es ist strengstens verboten, die angelegten Strassen zu verlassen. Sollte eine Patrouille eins erwischen, ist es gewiss, dass es zu Fuß nach Hause geht, wenn es keine 400 Euro Bargeld bei sich führt, um die Strafe zu bezahlen!
Wir fahren anschließend nach Sospel und weiter zum Turini, die Lieblingsstrecke von Christian. Wenn Christian schon mal seine Begeisterung äußert, dann muss es GEWALTIG für ihn gewesen sein! Die weitere Strecke nach Saint-Martin de la Vésubie hatten wir beim letzten Mal nicht prickelnd empfunden (Fehler den Turini von Süden anzufahren? Vermutlich! Aber den Turini runterzufahren ist als langweilig zu bezeichnen!). Also wollen wir diese elendig abfallende lange Schotterstrasse nach Breil sur Roya fahren.
Chateau de la Causéga

In Fontan war ich 2 Jahre lang im Sommer als 9- und 10-Jährige im Ferienlager. Wir wurden mit Wanderungen gequält, darunter die nach Berghe. Werde ich nie vergessen! Das Ziel war eine auf halber Strecke sich befindende Wasserquelle neben einem Eisenbahntunnel der damals noch nicht in Betrieb genommenen Bahnstrecke Nizza-Cuneo (erst 1979, nachdem u.a.  alle die im 2. Weltkrieg zerstörten Brücken neu gebaut wurden). Wir haben diese Kehren gehaßt, eine Abkürzung durch das steile Gelände war unmöglich. Wir sind immer mehr tod als lebendig am Ziel angekommen. Unsere Betreuer hätten wir so gern in dem nach Scheiße stinkenden Tunnel eingesperrt. Der Aufenthalt war nie lang in der sengenden Augusthitze. Um 16 Uhr mussten wir zum l’heure du goûter: Lait avec Grenadine zurück sein!
Heute bin ich bis ganz oben gewesen, ohne den Dursttod gestorben zu sein.

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