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C wie Caldonazzo und Camping

Peter beim ZeltaufbauenWir sind sicher und wohlbehalten zurück nach Hause!

Die Steiermark ist es nicht geworden, weil die Temperaturen versprochen haben zu heiß zu werden. Gudrun und Jörg waren auch dieser Meinung! Mit Absicht in den Extrembereich Heiß-Naß wollte keiner so richtig. Also Dolomiten bzw. Caldonazzo See: Die Berge sollten tagsüber Temperaturen von 24-26° bieten, am Abend sollte Wasser für Abkühlung sorgen, das Regenrisiko sei “unten” geringer als “oben”, so unsere Überlegungen, wir könnten endlich, das Camping-Dasein erleben!

Gudrun und Jörg sind nicht mitgefahren, wegen der Hitze. Christian konnte erst nach 15 Uhr. Also ist Peter mit Doris und mit mir über Garmisch, , Brixen, Bozen, das Eggental, Lavazè-Paß, Cavalese, Manghen-Paß, nach Caldonazzo zum Camping-Platz. Neben der Hitze in Brixen haben wir sogar Regentropfen am Lavazé-Paß spüren dürfen. Peter´s Versuch,  mir einen Gasthof in Thiers schmackhaft zu machen, schlug fehl. 

Nach 2 Versuchen haben wir die Anlage gefunden. Der Camping-Wärter gab uns einen Platz, der Gott sei Dank nicht von 3 Seiten von Holländischen Wohnwagen, -Anhängern oder -zelten umgeben war. Unsere zufünftigen holländischen Proficamper-Nachbaren gaben uns gleich Tipps wie man  2 Zelte und 4 Motorräder auf 50 m² sinnvoll und intelligent abstellt: Man soll ja schließlich vielleicht doch nicht unbedingt über Heringe und Seile fahren, wenn man den Platz verläßt und ich hatte mein Moped gut aber unglücklich geparkt, die anderen hätten ihre Moped nur unglücklich parken können!

Doris und ich hatten einen Riesenspaß, die Zelte aufzubauen. Wir dachten, es würde arg peinlich werden, wir haben die Aufgabe perfekt gemeistert mit viel Gelächter und Albernheiten. Weil viele Köche den Brei verderben, opferte sich bald Peter auf, Getränke zu holen. Als er zurück kam stand alles soweit und Doris breitete die Picknick-Decke aus.
Wir haben das Glück gehabt, sehr nah am See zu wohnen. Während Peter das Wasser der **-Dusche bevorzugte, genossen wir das laue saubere blaue Wasser des Caldonazzo-Sees, umgeben von “Duck-Antl” und Schilfsrohr. Mann, war das schön! Es war wirklich so schön! Ich denke, dieser Augenblick wird uns lange in Erinnerung bleiben.

Wir haben in der Pizzeria nebenan gegessen und gewartet bis die Jugend, bestehend aus meiner Tochter und Freunden, und Christian eintreffen würden.

Christian, wie wir von SMS und später erfahren haben, ist erst um 16.30 Uhr “losgekommen”, um 19 Uhr war er am Brenner und um 22 Uhr saß er schon vor seiner Pizza und erzählte mit Begeisterung, wie sein Zümo ihn die Durchquerung von Innsbruck ersparte und vor allem, wie schön es ist, den Penser hoch und wieder runter zu fahren, ohne ein einziges Auto zu sehen und die Straße nur für sich zu haben! Nach dieser Geschichte würde es mich nicht wundern, wenn er zukünftig öfters am Tag der Abfahrt “beschäftigt” ist, damit er ganz alleine gasen kann.

Die Jugend kam nach Christian an. Ein Stau aufgrund eines Unfalls ließ sie verspäten.
Es war ein netter Abend, wir haben gut gegessen, gut getrunken und viel Spaß gemacht, wie immer.

Männlein und Weiblein bezogen ihre Zelte. Es war mittlerweile 1 Uhr nachts!
Peter musste feststellen, dass das Zubehör, das er dabei hatte, völlig unterdimensioniert war: kleiner Schlafsack und zu dünne Matte. Ich glaube, er hat kaum ein Auge zugemacht. Christian beschwerte sich hingegen nicht. Doris fühlte sich pudelwohl und ich schlief die ersten 2 Stunden, bis eine Gruppe Italiener sich laut unterhaltend auf dem angrenzenden Parkplatz bequem machte, unzählige Male die Türen auf und wieder zu sperrten, und sich endlich nach einer Stunde verzogen. Es war mittlerweile 4 Uhr und ich konnte dem regelmäßigen Schnarchen vom Peter im Nachbarzelt lauschen!
Und plötzlich unerwartet um 7 Uhr kam die Müllabfuhr und mit großen Getöße wurden sämtliche Mülltonnen, Papiertonnen und Glastonnen mit Wagen und Kran leer gemacht.
Spätestens jetzt waren alle endgültig wach!
Ich ging mit Ricci Gassi, machte Fotos am Wasser, stellte fest, dass das Wasser am Vorabend viel wärmer war und sah “meine” Italiener am Strand hinterm Schilfsrohr pennen. Ich versuchte mir auszumalen, wie ich mich rächen könnte, ließ sie dann doch ihren Rausch ausschlafen. Als ich zurückkam, waren Peter und Christian aus ihrem Zelt rausgekrochen, Doris versuchte sich in Morgengymnastik. Alle warteten wir, bis die Bar des Campingplatzes aufmachte.

Wir saßen auf der Kaffee-Terrasse, genossen Capuccino und Krapfen, amüsierten uns beim Anblick der holländischen Gäste, wie sie auf die Brötchenausgabe mit ernsten Gesichtern warteten, und sich erst grüßten oder lächelten, als sie die Brötchen ergattert hatten. Dann kam eine SMS aus München und wir beschlossen, Peter zurückzubegleiten.

Der Weg zurück führte uns durch die Dolos, am Rosengarten vorbei. Diese Berge! Jedesmal, wenn ich sie sehe, könnte ich vor Rührung heulen.  Es ist wirklich schön dort. Das Licht zu jeder Tages- und Jahreszeit ist wunderschön. Sie sind faszinierend! Ich muss wieder hin! 

Als Fazit könnte ich sagen, dass es sich lohnen würde, einen neuen Versuch zu starten, vielleicht mit Luftmatratzen statt Matten. Mit Schlafdecken statt Schlafsäcken und mit höheren Kissen! Wir sind nunmal nicht mehr 20! Nicht ausgeschlafen lassen sich Pässe nicht richtig genüßlich und sicher fahren und grenzt an Unverantwortung! Um das zu prüfen, werden wir wieder campen müssen.

Ich bin gespannt, ob mit voller Besetzung oder nicht!
Bilder in der Motorrad-Gallerie!

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