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Korsika: Tag 5

IMG_7791 Ein schöner Augenblick in unserem Tag ist, wenn wir frühstücken. Ich koche Kaffee in meiner amerikanischen Lieblingskaffeemaschine, die man auf englisch Percolator nennt. Sie verkalkt nicht, braucht keine Filtertüten und der Kaffee, ich würde sagen auch egal welcher, schmeckt einfach rund.

Christian bringt immer wieder neue Sachen vom Bäcker mit: Baguette mal lang, mal kurz, Croissant évidemment, Pizza à la francaise, die “ligurische” schmeckt mir wesentlich besser,  Käsefladen, Quiche normal, Quiche mit Champignons, Quiche mit Gorgonzola.  Er freut sich, weil es nicht so viel kostet wie in DE und weil es jeden Tag etwas anderes gibt. Der Bäcker nennt sich “Artisan boulanger”, also ein Bäckermeister, und nicht Müller.

Nach 36 Stunden Dauerregen sind wir aus unserer Höhle rausgekrochen, um in eine andere zu gehen: Wir sind zum Supermarkt! Der Highlight des Tages! Als ich das voller Begeisterung aber mit einem Quantchen Ironie Daniela erzählt habe, hat sie geantwortet, ihre Eltern, wenn sie auf Sardinien sind, würden genauso begeistert zum Supermarkt fahren! Na also, hier in Erbalunga weichen wir auch nicht von der Norm ab!
Der Géant Casino befindet sich direkt vor dem Hafen, direkt vor der Fähre sozusagen.
Ich liebe fremde Supermärkte. Ich stelle mir vor, was ich nicht alles kochen könnte. Selbstverständlich für eine ganze Fußballmannschaft! Ich stehe vor dem Regal und könnte gleich eine Google-Suche starten bei der Eingabe von “Lonzu” oder “Ficatelli”. Am meisten haben mir die Wurstwaren angetan, dabei bin ich nicht so der Wurstwarenfan. Ich muss zugeben, dass alles was  als “hausgemacht” angepriesen wird, mein Vertrauen sofort gewinnt, was nicht unbedingt von einer objektiven Sicht der Sache zeugt und eine gewisse Portion an Naivität mit sich bringt, vor allem in dieser heutigen Welt (seufz!). Es ist mir aufgefallen, dass sehr viele korsische Waren dargeboten werden: Selbstverständlich Wurst, aber auch Gemüse, Honig, Bäckereien und vor allem Käse, Ziegenkäse und Schafskäse, nicht unbedingt “vorteilhaft” verpackt, sondern auch so, wie man ihn “auf der Alm” kaufen würde. Ich liebe frischen Ziegenkäse mit einem schönen Rotwein. Meistens findet man diesen Ziegenkäse ganz klein verpackt, als “crottin de chèvre”, was wortwörtlich Ziegenmist übersetzt werden kann. So auch meine Wahl von gestern Abend. Leider war dieses Teil dermaßen gesalzen, dass es für mich ungenießbar war. Ich werde diesen Käse heute Abend zubereiten: Er landet in der Pfanne, zu Kartoffeln und Rosmarin und zu meinen Lammkoteletts.
Etwas Schönes, Fröhliches, Sonniges habe ich dennoch mitgebracht: Orangen, évidemment korsisch und süß obendrein!
(oder kommen sie vielleicht doch aus Sizilien?)

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