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Nur die Harten kommen durch (oder zurück)

4.jpgGestern hat mich mein Interesse für Geschichte übermannt und ich überredete Margo zu einem Kurzausflug in die Geschichte des 2. Weltkrieges in den ligurischen Bergen.
Unser Ziel war eine italienische Bunkeranlage aus den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts, erreichbar über eine unbefestigte Strasse, welche sich im Anschluss an den Gouta Pass noch etwa 2 km lang erstreckt.
Nach längeren Diskussionen über das zu tragende Outfit (bei gefühlten 40 Grad in der prallen Sonne) und den auf dem Weg lauernden Gefahren, war Margo dann irgenwie überzeugt dieses Abenteuer zu wagen, oder auch nicht…
Nach 10 km auf asphaltierter Strasse, verschwand der Asphalt und mit ihm das Vertrauen meiner besseren Hälfte in ihre Offroadfähigkeiten. Sie fuhr noch 1 km auf kieseligem Untergrund mit mir, um dann doch stehen zu bleiben und mir mitzuteilen, dass sie es vorzöge mich im Stich zu lassen und auf mich zu warten. Geschichtsgeil wie ich nun mal war, war mir klar, dass ich mich, so kurz vor dem Ziel, von nichts mehr aufhalten lassen würde…schon gar nicht von “ein paar Kieselsteinen”.
Nachdem ich Margot im Basislager mit reichlich Proviant und ideellem Lagerfeuer zurück gelassen hatte, machte ich mich, wie damals Sir Edmund Hillary am Mount Everest (der hatte aber noch einen menschlichen Lastenträger dabei), alleine mit meiner Adventure auf den restlichen Anstieg.
Es ging zügig voran, tapfer ignorierte ich die grösser werdenden Felsbrocken auf dem Weg. Das Strässchen wurde zunehmend zu einem Trampelpfad, was mich aber nicht weiter beunruhigte…hätte es aber besser!
Nachdem ich,vollgepumpt mit Adrenalin wie ein Junkie nichts als seinen Stoff, sprich den Bunker vor Augen, ein parkendes Auto und einen Roller passiert hatte, dämmerte es mir langsam:
2.jpgSch… der Pfad ist ja gerade so breit wie mein Motorrad lang, wie kommst du aus dieser Nummer wieder raus bzw. ZURÜCK ??!!
Nach weiteren 200 Metern wurde es mir dann doch zu eng und ich blieb stehen, links von mir die Felsenwand und rechts der Abgrund. Ein Königreich für einen Flaschenzug oder besser noch ein Hubschrauber, der meine Maschine an den Haken nehmen könnte und sie umdrehen würde…papperlapapp alles Wunschdenken…da war niemand, der helfen konnte.
Ich stieg erstmal ab, riss mich selbst zusammen bzw. aus meinem Hollywood Film und machte ein Foto von meiner idiotischen Lage. Dabei überlegte ich fieberhaft wie ich diese Situation meistern könnte. Ich kam zu dem Schluss, dass es mein Stolz auf gar keinen Fall zulassen würde, den ganzen Weg zu Fuss zurück zu stapfen und kleinlaut Margot um Hilfe zu bitten, zumal ich dermassen lange brauchen würde, dass inzwischen schon Suchmannschaften ausgesandt worden wären, um nach Klein-Hillary zu suchen.

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Kommentare

Kommentar von puzelina
Datum 31. August 2009 um 18:26

Alter Schwede – da hätte ich gern’ mal Kobi & Doris erlebt. hehe
Papa seit wann kannst Du so gut schreiben? Hallo? Naja ich wäre jedenfalls gerne dabei gewesen!

Kommentar von Christian
Datum 31. August 2009 um 19:46

He he was heisst hier seit wann ich so gut schreiben kann.
Oma und Opa haben schliesslich ein Vermögen ausgegeben, dass mir der Analphabetismus erspart geblieben ist.
Kobi & Doris wären da nicht mal zum Basislager gekommen…vor der ersten Pfütze hätten sie den Wagenheber ausgepackt um ihre Strassenhobel darüber hinweg zu heben und bei den ersten Felsbrocken wären sie nen Kaffee trinken gegangen. :D

Kommentar von Dr.Punti
Datum 1. September 2009 um 20:33

jo sog amoi, wo Du rumkraxelst das is ja nur was für Gemsen nicht für unsere Kühe, sei vorsichtig vor so unwegsamen Gelände Du mußt ja nix mehr beweisen (bist ja auch schon über 50zig, oder doch gg
und Margo braucht Dich auch noch etwas länger, (hab ich recht Margo)
EsgrüßtEuchallederdaheimgebliebene

Kommentar von Christian
Datum 2. September 2009 um 12:19

Ja Peter lebst Du auch noch…bist ja nie online in Skype.
Haben schon gedacht, Dein Internet hat wieder schlapp gemacht.
Nein beweisen muss i nix, aber es hat halt gejuckt, meiner Kuh zu zeigen, wofür sie eigentlich gemacht ist…
Grüsse
Christian

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